Grafik  
   




  Beratungsstelle für Alkohol- und Drogenprobleme Apolda




Konzeption der Beratungsstelle des Landkreises Weimarer Land

Träger: SiT Suchthilfe in Thüringen


Allgemeine Rahmenbedingungen
 
Das Einzugsgebiet der Beratungsstelle umfaßt eine Fläche von rund 800 km und eine Einwohnerzahl von 91655 Tausend.
Der finanziellen Planung liegen folgende Eckdaten zugrunde:

Förderpauschalen des TMSG: 27% der für 1999 in Aussicht gestellten Summen
vom Landratsamt zur Verfügung gestellten Basisfinanzierung von 172.996,60 DM
Richtlinie Nr. 213 des TMSG veröffentlicht im Staatsanzeiger Nr. 23 / 1993
 
 
Ziele der ambulanten psychosozialen Beratung und Behandlung
 
Sucht/Abhängigkeit ist ein multifaktorielles Krankheitsbild von Suchtmittel, Persönlichkeit und sozialem Umfeld.

Die aktuellen Verhältnisse sind suchtfördernd einerseits durch überforderung (Streß) zum anderen durch Unterforderung (Arbeitslosigkeit - 50% des Klientels).
In der Beratungsstelle ist eine steigende Suchtproblematik zu verzeichnen, mit Tendenzen

größeres Spektrum von Abhängigkeiten und Störungsbildern (von Alkohol bis hin zu Automatenspiel, Magersucht, illegale Drogen)
Anstieg der Klienten mit zum Teil erheblichen Persönlichkeitsstörungen
Klienten, die aus sozialen Bezügen herausgefallen sind (bindungslos, arbeitslos, wohnungslos) oft mit massiver Schuldenproblematik gekoppelt.


So sind die Methoden des beraterischen Vorgehens:

Erarbeiten einer Behandlungsmotivation nach Erfassen der individuellen Problemsituation, Diagnostik hinsichtlich Abhängigkeit, Sozialanamnese,
Erarbeiten eines Gesamtplanes mit beraterisch/therapeutischen und sozialarbeiterischen Interventionen (u.a. im Sinne von § 39 und § 72 BSHG),
ambulante Behandlung,
Vermittlung in stationäre Maßnahmen (Entgiftung, Entwöhnung,/ Nachsorge),
Nachsorge nach stationärer Behandlung,
Krisenintervention, Rückfallprophylaxe,
im präventiven Bereich Arbeit mit Multiplikatoren aus der Jugendarbeit, Bildungs- und Ausbildungsträgem,
Begleitung und Organisation ausgewählter Projektarbeit,


Mit diesen Methoden sollen folgende Ziele erreicht werden:

Erhalt und Wiedererlangung sozialer Integration Suchtkranker,
Stärkung und Förderung von Eigenkompetenzen und Selbstverantwortung,
Förderung seelischer und körperlicher Gesundheit,
Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Krankheitsbild Sucht und deren Ursachen,
durch präventive Maßnahmen suchtfördemdes Verhalten und Ursachen von Sucht deutlich machen



         
  Drucken